• • • Archiv • • • 2003 • • • Ausgabe 3/03 Der Atlantische Regenwald – eines der artenreichsten und bedrohtesten Ökosysteme der Welt
Von der „Mata Atlântica“, dem atlantischen Regenwald, ist außer seinem wohlklingenden Namen nur wenig übrig geblieben. Der ehemalige riesige Regenwald entlang der Atlantischen Küste Brasiliens existiert nur noch in Resten, hunderte von Pflanzen- und Tierarten sind akut vom Aussterben bedroht. Die einzigartige biologische Vielfalt, die sich in Millionen von Jahren entwickelte, ist bedroht. Millionenstädte wie Rio de Janeiro und São Paulo prägen heute das Bild der Region. Zwei Drittel der Bevölkerung Brasiliens – rund 120 Millionen Menschen – leben im atlantischen Küstenstreifen, 80% des Bruttosozialprodukts werden dort erwirtschaftet. Da die Zivilisation Platz benötigte, wurden aus Wäldern Städte oder Monokulturen. Mit der Ausweisung von Schutzregionen und neuen Forschungsprojekten soll jetzt der Zerstörung entgegengewirkt und nachhaltige Lösungen erarbeitet werden. [mehr] Brasiliens Kinoindustrie feiert weltweit Erfolg
Gibt es im brasilianischen Kino schon jetzt eine Ära Lula?
Das Leben, möglicherweise, beginnt vor einem Kino in Rio de Janeiro. Carlos wartet auf Julia, die Frau erscheint nicht, eine Liebesgeschichte fällt aus, andere Beziehungen gewinnen an Bedeutung. Fünfzehn Jahre spatter taucht Julia wieder auf, in einem konjunktivischen Spiel, das die brasilianische Filmemacherin Sandra Werneck mit "Amores Possíveis" inszeniert. Sie erzählt von den Verzweigungen, die das Leben nimmt, wenn ein bedeutendes Ereignis nicht eintritt. Julia wäre der Lebensmensch für Carlos, zugleich harmonische Seelenverwandte wie leidenschaftliche Sexualpartnerin. Aber sie verpasst den richtigen Zeitpunkt, die "unio mystica" fällt aus. Stattdessen gibt es drei Möglichkeiten der Liebe, drei Entwicklungsromane von Carlos, eine Julia in dreierlei Gestalt, und alle kreisen sie um eine Vorstellung von Identität, in der Fragen des richtigen Lebens keine Rolle mehr spielen, weil einzig die Wahl des richtigen Partners darüber entscheidet. [mehr] Weitere Artikel dieser Ausgabe
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